Bio Filterkaffee

Bio-Filterkaffee - Traditioneller Genuss nach neuen Regeln

Kaum jemand hätte im Zeitalter von Pads, Kapseln und Vollautomaten gedacht, dass ausgerechnet Filterkaffee ein echtes Revival feiert. Tatsächlich verspricht das Pulver eine schnelle Alternative zu den frisch gerösteten Kaffeebohnen aus dem Vollautomaten und der Espressomaschine. Wer nach einer einfachen und dennoch aromareichen Alternative für die Kaffeemaschine zuhause sucht, sollte sich diesen Beitrag auf keinen Fall entgehen lassen. Wir liefern feinste Aromen und klären Sie über alles Wissenswerte zum Bio Filterkaffee auf.

In vielen Haushalten haben inzwischen längst die Halb- und Vollautomaten Einzug gehalten, die Kaffeegenuss auf italienische Art versprechen und auf Knopfdruck fertige Spezialitäten wie Cappuccino und Latte Macchiato liefern. Wer weniger häufig Kaffee trinkt und deshalb einen Vollautomaten fürs Zuhause nicht für rentabel hält, der kommt mit einer Pad- oder Kapselmaschine auf seine Kosten. Seit es kompostierbare Kapseln aus natürlichen Materialien gibt, muss auch keiner mehr ein schlechtes Gewissen haben, was die Nutzung dieser Geräte angeht. Aber auch unter den Filterkaffees gibt es immer mehr Bioprodukte, zu denen wir Sie hier gerne informieren möchten.

Wie bei Großmutter: Der gute alte Filterkaffee

Immer mehr Kaffeeliebhaber kommen auf die gute alte Tradition des Kaffeeaufbrühens zurück. Hier werden Erinnerungen wach: An Sonntage mit selbstgebackenem Kuchen auf dem liebevoll gedeckten Kaffeetisch, um den sich die Familie versammelt - während die Kaffeemaschine in der Küche vor sich hin brodelt. Ein verführerischer Duft zieht durch den Raum… Filterkaffee erlebt fraglos seit einigen Jahren ein Revival. Schon die Zubereitung bringt das Gefühl von Entschleunigung mit sich und wenn genug Zeit ist, kann es viel Freude bringen, die Kaffeezubereitung einmal so richtig zu zelebrieren. Wer mag, kann auch auf den guten Porzellanfilter zurückgreifen und den Kaffee von Hand aufbrühen.

Kaffee von Hand aufbrühen – so geht‘s

Hierfür wird zunächst frisches Wasser aufgekocht. Idealerweise sollte es weder zu hart noch zu weich sein - am besten gelingt der Kaffee mit einem PH-Wert zwischen 6,5 und 7,5. Das kochende Wasser für etwa eine Minute beiseite stellen und etwas abkühlen lassen, ideal ist eine Temperatur um 95 Grad. Während das Wasser wartet, kann der Filter vorbereitet werden. Am besten wird die Kanne mit heißem Wasser ausgespült um sie vorzuwärmen, anschließend den Papierfilter ebenfalls mit heißem Wasser etwas ausspülen und in den Handfilter einsetzen.
Nun kommt das Kaffeepulver ins Spiel – da es unterschiedliche Vorlieben gibt hier nur ein grober Richtwert: Ein leicht gehäufter Kaffeelöffel pro Tasse und zum Schluss noch einer extra für die Kanne. Für einen guten Filterkaffee sollte man das Kaffeepulver mittelfein mahlen.

Jetzt das Kaffeepulver vorsichtig mit etwas von dem heißen Wasser begießen, bis es komplett bedeckt ist und einen kleinen Moment warten. Anschließend das restliche Wasser in Intervallen darauf gießen und geduldig abwarten, bis der Kaffee vollständig durchgelaufen ist. Länger als 4-5 Minuten sollte die Prozedur eigentlich nicht dauern. Dann habt ihr ihn:
Frischer Filterkaffee, in echter Handarbeit hergestellt!

Filterkaffee in Bio-Qualität

Die meisten Kaffeegenießer interessieren sich nicht nur für das leckere Endergebnis, sondern auch dafür, welchen Weg die feinen Kaffeebohnen schon hinter sich haben, bevor sie uns mit ihrem Aroma erfreuen. Deshalb steigt das Angebot an Bio-Produkten stetig an und auch die großen Kaffeeröstereien bieten in Ihrem Sortiment meist mehrere Varianten an biologisch angebauter Kaffeesorten an. Sie können sich bei der Wahl dieser Produkte darauf verlassen, dass die Standards der EG-Ökoverordnung eingehalten werden, auch wenn bis zu 5 Prozent konventionell angebauter Waren enthalten sein dürfen. Auch dürfen konventionelle und Bioprodukte nebeneinander angebaut werden. Garantiert wird mit dem EU-Biosiegel aber die Einhaltung der folgenden Standards der EG-Öko-Verordnung: 

•  Verbot von Gentechnik
•  Verbot von chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln
•  Verzicht auf mineralische Stickstoffdünger
•  Schutz von Boden, Wasser und Luft
•  Verzicht auf Süßstoffe und Stabilisatoren sowie synthetische Farbstoffe,  Konservierungsmittel, Geschmacksverstärker

Manche Verbände wie Bioland, Demeter oder Naturland zum Beispiel legen selbst noch viel strengere Vorgaben fest und vergeben eigene Siegel. Allerdings ist die Zertifizierung ein aufwändiger und kostenintensiver Prozess und manche Kaffeebauern können oder wollen sich diese Regeln nicht auferlegen, wirtschaften aber dennoch nachhaltig und ohne umweltschädigende Wirkstoffe. Es kann sich also lohnen, sich speziell bei kleineren Anbietern konkret über die Anbaumethoden zu informieren.

Die Vorteile von Biokaffee für Umwelt und Mensch

Kaffeesträucher lieben Schatten. Im Schatten benötigen die Kaffeekirschen zwar eine längere Zeit zum Reifen, belohnen die Geduld aber mit einem vielfältigeren Aroma. Ideal ist, die Kaffeepflanzen in Mischkultur anzupflanzen mit Schattenspendern wie Bananenstauden, Kakaobäumen, Ananas oder Mandarinenbäumen. Diese Mischkultur beeinflusst die Bodenstruktur nachhaltig positiv, er bleibt lockerer, speichert Wasser besser und erodiert nicht so leicht. Monokulturen sind dagegen wesentlich anfälliger für Schädlinge. Sie können sich ungehindert ausbreiten und von einer Pflanze zur nächsten wandern. Ohne den Einsatz von Pestiziden ist einem massenhaften Befall kaum beizukommen. Hier punktet wiederum die Mischkultur im Biolandbau: Natürliche Schädlingsbekämpfer sind hier leichter zum Schutz der Kaffeepflanzen einzusetzen, da die Mischkultur attraktiven Lebensraum für zahlreiche Insekten und Kleintiere bietet.
Der Anbau nach den Kriterien des Biolandbaus bietet also Vorteile für das Produkt selbst, indem die Anlage von Mischkulturen der Pflanze die Zeit gibt, in Ruhe zu wachsen und sich optimal zu entwickeln. Dazu kommen gesundheitliche Aspekte für die Kaffeebauern: Der Einsatz von chemisch-synthetischen Dünge- und Pflanzenschutzmitteln birgt Risiken für die Gesundheit der Menschen, die damit arbeiten müssen. Der verantwortungsvolle Umgang mit allen Beteiligten der Lieferkette sollte also selbstverständlich sein. Natürlich geht es hier nicht mehr allein um ökologische Aspekte sondern auch um die Einhaltung fairer Arbeitsbedingungen und Handelsregeln. Dieses Thema verdient aber seinen eigenen Artikel.

 

Tags: Filterkaffee
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