Fast hundert Jahre ist es her… Die Enstehungsgeschichte des feinen Gebäcks der Dr. Scholze Confiserie in Lüneburg

Fast hundert Jahre ist es her…

...es klingt wie der Beginn eines Märchens. Und märchenhaft köstlich schmecken sie alle, die Florentiner, die Mandelhörnchen und die Bärentatzen, das Schwarz-Weiß-Gebäck und die Ochsenaugen… Warum das so ist? Ganz einfach - dahinter steckt die Firmenphilosophie der Dr. Scholze Confiserie: 

• Garantiert beste Rohstoffe und Zutaten als Basis der Produktqualität
• Garantierte Frische der Produkte, da erst bei Bestellung gebacken wird
• Garantiertes Handwerk, da auf maschinelle Serienfertigung verzichtet wird
• Garantiert hochwertige Spitzenprodukte durch ständige Qualitätskontrollen

Die Geschichte der traditionellen Gebäckmanufaktur im Hause Dr. Scholze beginnt aber mit einer kleinen Planänderung, wie sie allen Menschen geschehen kann, denen die Familie wichtig ist. Aber nun von Anfang an.

Die goldenen Zwanziger

Gehen wir zurück in die Zwanziger Jahre des letzten Jahrhunderts, die gerne so genannten „goldenen Zwanziger“. Unmittelbar nach dem ersten Weltkrieg waren die Zeiten noch alles andere als golden: Die Arbeitslosigkeit war hoch und als Folge davon herrschten Hunger, Krankheit und Existenznot. Politische Unruhen und eine erste Inflation führten dazu, dass so mancher Hoffnung schöpfte in Auswanderungsplänen: Genauso beginnt auch die Geschichte der Familie Scholze.

Alwin Scholze I plante, mit seiner Frau Emma nach Kanada zu gehen und dort als Holzfäller zu arbeiten. Geld und Ausrüstung waren bereits angespart, als Emma schwanger wurde und das Paar sich entschloss, doch im heimischen Lüneburg zu bleiben. Alwin Scholze gründete 1922 ein Gewerbe, um den Lebensunterhalt der kleinen Familie zu unterstützen. Er verkaufte an die Arbeiter der Baustellen rund um seinen Arbeitsplatz in der Mittagspause Zigarren und Zigaretten auf Kredit. Er radelt von einer Baustelle zur anderen und am Samstag, wenn die Bauarbeiter ihren Lohn erhielten, wurde auch er bezahlt.

Südfrüchte aus dem Handwagen und eine zündende Idee

Die Einführung der Rentenmark 1923 und eine Beruhigung der politischen Lage führte zu einer Phase wirtschaftlichen Aufschwungs. Die Scholzes konnten ihr Gewerbe ausbauen und verkauften nun Südfrüchte, vor allem Bananen und Apfelsinen. Der Handwagen hatte seinen festen Standplatz vor der Reichenbach Villa. Johannes Reichenbach, Besitzer einer großen Fassfabrik, Senator und Ehrenbürger Lüneburgs hatte sie Ende des 19. Jahrhunderts errichten lassen. Alwin Scholze konnte hier bald einen festen Kiosk errichten, der immer mehr erweitert wurde. Die nächste zündende Idee hatte er 1933: Speiseeis! Im Keller der Villa mit einer Handmaschine hergestellt, entwickelte es sich zum Verkaufsschlager. Als die Reichenbach Villa verkauft wurde, konnte Alwin Scholze mit Unterstützung seiner Lüneburger Kunden die 1000 Reichsmark aufbringen und das Gebäude erwerben.

Von der eigenen Villa zur Konditorei mit Café

Nach dem Krieg kam die nächste Generation zu ihrer Chance: Alwin Scholze II entschied sich, Konditor zu werden und in den Familienbetrieb einzusteigen. Er eröffnete 1950 eine Konditorei mit Café in der Villa. Die Straßenkreuzung wird übrigens heute noch die Scholze-Kreuzung genannt, so eng verbinden die Lüneburger sie mit den Geschicken der Familie Scholze. Hilde Scholze, Alwins Frau, führte zudem einen kleinen Gebäckladen in der Villa und das feine Teegebäck war bald in aller Munde.

Der Spagat gelingt: Handwerkliche Produktion und Vertrieb

Seit den siebziger Jahren wurden die köstlichen Backwaren aus dem Hause Scholze auch in den Vertrieb einiger Wiederverkäufer aufgenommen und Dr. Alwin Scholze III baute diesen Geschäftsbereich weiter aus. Er hatte Lebensmittelchemie studiert und 1985 den Betrieb übernommen. Ihm gelang es, die handwerkliche Tradition aufrecht zu erhalten und gemeinsam mit seiner Frau Elke Produktion und Vertrieb des köstlichen Gebäcks aufzubauen und zu etablieren. Die Confiserie produziert heute vollständig im Lüneburger Industriegebiet und die rund 50 Angestellten widmen sich mit Hingabe der Herstellung feinster Gebäcke.

Die hellwache nächste Generation

Seit 2018 führt Julian Schulze - Absolvent der Wirtschaftswissenschaften - in vierter Generation die Geschäfte, unterstützt von seinem Vater Alwin III. Beide pflegen die bewährte Firmenphilosophie:
 „Handwerklich geprägte Produktion, Erfahrung und ausgewählte Zutaten garantieren die Qualität und Unvergleichbarkeit der Produkte aus dem Hause Scholze.“ Das gilt für das köstliche Weihnachtsgebäck genauso wie für die herrliche Frühjahrsmischung - und das feine Teegebäck passt sowieso in jeder Jahreszeit. Neu, kreativ und ungewöhnlich: Der Hallo.Wachs.Keks! Ein zart-saftiger, schokoladiger Keks mit dem Koffeingehalt eines Espresso. Man darf gespannt sein, mit welch köstlichen Ideen der Unternehmergeist der Familie Scholze uns noch überraschen wird!

Neugierig geworden auf die Produkte von Dr. Scholze Confiserie? Dann schauen Sie hier.   

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