Türkischer Mokka - Türkischer Kaffee Infos

Türkischer Mokka in einer Tasse

Unter dem klassischen Mokka ist ein Kaffee zu verstehen, der durch das einfache Aufgießen von heißem Wasser auf Kaffeepulver entsteht. Viele vermuten gar nicht, dass es sich dabei um eine Spezialität aus der Türkei handelt. Türkischer Mokka oder arabischer Kaffee nimmt Bezug auf ein Kännchen, indem sich gemahlenes Kaffeepulver und heißes Wasser befindet und auf der Glut oder einer Feuerstelle erhitzt werden. Heute nehmen wir das Kännchen zumeist von der Kochplatte oder dem Herd herunter die besondere Art der Kaffeezubereitung hat lange Tradition und steht im Zusammenhang mit vollmundig hochwertigem Mokka.

 

Woher kommt türkischer Mokka?

Das eigentliche Wort und der Begriff Mokka führt uns zurück in die gleichnamige Hafenstadt im Jemen. Al-Mucha oder auch Mocca liegt direkt am Roten Meer. Sie galt damals als Handelszentrale, von der wiederum der ursprüngliche Kaffee ausgehend von Äthiopien in die gesamte Welt verschifft wurde. Keine Frage, dass dies wohl auch der Ursprung einer der traditionellen Kaffeespezialitäten ist. Schade, dass diese Stadt heute eigentlich in die Bedeutungslosigkeit abgesunken ist. Dabei ist sie für eine der wichtigsten Kaffeevariationen zuständig.
Heute ordnet man die 15.000 Einwohner Stadt dem Arabischen zu. Sie befindet sich knapp über dem Meeresspiegel und war einst Treffpunkt für Händler aus christlichen, jüdischen und arabischen Gefilden. Bis zum heutigen Zeitpunkt sind die einstig herrschaftlichen und vielseitigen Handelshäuser fast vollständig verfallen. Die Tihama Wüste frisst mit ihrem Wüstensand und dem heißen Klima die Stadt förmlich auf.
Tatsächlich wollte man damals anderen Ländern die Möglichkeit nicht geben, selbst Kaffeebohnen anzubauen. Aus diesem Grund hatte man direkt in Jemen noch vor dem Export und der Übergabe der Kaffeebohnen diese mit heißem Wasser übergossen, somit waren sie unfähig zu keimen.

Mokka aus Äthiopien - Ursprünge und Zubereitung

Heute wächst in Äthiopien überall Mokkakaffee, was wohl ein Grund sein mag, warum man vom äthiopischen Mokka spricht. Heute werden die Variationen dem Arabica zugeordnet. Dabei gibt es immer mehr zuverlässige Quellen, die den Mokka als eine eigenständige Sorte herausarbeiten. Schlussendlich hat die Aufbereitung einen maßgeblichen Einfluss auf die Qualität des Mokkakaffees, der trocken oder nass aufbereitet wurde. Was macht Mokka aus Äthiopien so einzigartig? Zum einen ist es der charakteristisch ausgeprägte Körper und zum anderen die ganz besonders kräftigen Kakaonoten mit ihrer Fruchtnote, die ein dunkle Brombeeren erinnern und überraschende Aromen herbeizaubern, die zudem einen Hauch Jasmin versprühen. Infolgedessen reicht man den Mokka direkt in Äthiopien im Rahmen einer Kaffee Zeremonie.

Mokka Zubereitung in Kaffee-Zeremonie

Man kocht die Kaffeebohnen zunächst in einer Metallpfanne, die wiederum auf glühender Kohle frisch geröstet werden. Danach zerstößt der Holzmörser die Kaffeebohnen, die zum Sieden in eine Tonkanne hineinkommen. Die Tonkanne wird wiederum als Jebanna bezeichnet. Die typischen Beigaben zum äthiopischen Kaffee sind tatsächlich geröstetes Getreide, was hierzulande als Popcorn bekannt ist. Dies wird ebenso in der Kaffeepfanne zubereitet.

Erst 2013 hat das UNESCO Weltkulturerbe die Kaffeekultur der Türkei und ihren türkischen Mokka aufgenommen und unsterblich gemacht.

Heute können wir versichern, dass zwischen der türkischen und der griechischen Zubereitung keinerlei Unterschiede bestehen. Sie können ohne Probleme beide Begriffe gleichsam verwenden. Eigentlich haben die Griechen nichts weiter gemacht, als den türkischen Mokka im Zuge der osmanischen Herrschaft durch die Türken einfach in die eigenen Rezepte mit zu übernehmen. Hier ist von einem kulturellen und geschmacklichen Erbe auszugehen. Hierzulande und in Österreich bezeichnen viele den Mokka einfach als Zubereitung von schwarzem Kaffee - ohne Zucker und Milch.

Arabischer Mokka

Diese eigenartige Zubereitung geht auf tiefsinnige Gewürze zurück. So wird der arabische Mokka vor allen Dingen mit Kardamom aufgepeppt. Dennoch verzichtet man bei der Zubereitung von arabischem Mokka auf Zucker und kombiniert je nach Geschmack Nelken oder Zimt in diesem Heißgetränk.

Türkischer Mokka

Die türkische Variation kommt zumeist nicht ohne eine Süße aus. Je nachdem wie diese Kaffeespezialität gezuckert wird - erhält sie sogar einen besonders exklusiven Zusatz: Rosenwasser.
Achtung: Wer sich in einem türkischen Feinkostgeschäft oder Café einen Mokka bestellt, sollte unbedingt die unterschiedlichen Stufen kennen:

  1. Sade: ungesüst
  2. az şekerli: mit wenig Süße
  3. orta şekerli: mittelsüß
  4. tam şekerli kahve: stark gesüsst 

Mokka frisch zubereitet

Griechischer Mokka

Auch wenn wir, wie eben erwähnt, keine deutlichen Unterschiede feststellen, werden auch hier verschiedene Stufen für den Süßegrad unterschieden. Bei der Bestellung von griechischem Mokka sollten Sie diese Begriffe unbedingt kennen:

  1. skétos - ungesüßt
  2. me olígi - wenig gesüßt
  3. métrios - mittelsüß
  4. glykós - süß
  5. varýglykos - stark 

Wenn man überhaupt einen Unterschied zur türkischen Variation nennen möchte - dann wohl die sparsame Würze oder einem vollständigen Verzicht auf Gewürze. In einigen Lokalen wird zum Kaffee etwas Ouzo oder Mastix Likör gereicht.

Mokka aus Jugoslawien

Eine ganz eigene Kaffeevariation wird auch in Jugoslawien getrunken. Hier ist zumeist vom turska kava die Rede. Ohne Gewürze und mit ganz wenig oder etwas Zucker serviert man wohl eine der ältesten Kaffeespezialitäten.

Wiener Mokka

Die Kaffeehaus Tradition von Wien hat eine Jahrhunderte alte Tradition und natürlich auch ein ganz eigenes Mokkarezept hervorgebracht. Die Wiener Variante wird auch als Schwarzer bezeichnet und verweist auf den einfachen, schwarzen Kaffee, der ohne Milch und Zucker serviert auf den Tisch kommt. Damals verwendete man für das Servieren noch eine Seihkanne, die eine optimale Filterung garantierte. Heute stellt man den Mokka in einer Espressomaschine her. Bestellen Sie sich direkt in Wien in einem der Kaffeehäuser einen Mokka? Bekommen Sie nichts weiter als eine kleine Tasse mit schwarzen Kaffee.

Mocca aus der Slowakei und Tschechien

Hier wird Mokka gern als Turek bezeichnet und zubereitet. Der deutlichste Unterschied zum türkischen Mokka besteht im Kaffeepulver. Man gibt etwas grob gemahlenes Pulver direkt in die Tasse und gießt es mit kochendem Wasser auf. Nach ca. 3-4 Minuten dürfte sich nun das Kaffeepulver vollständig abgesetzt haben, sodass Sie den Mokka trinken können. Selbst in Polen hält man an dieser Zubereitungsart fest. Sie wird ursprünglich als gebrühte Variation vom Instant Kaffee unterschieden.

Zubereitung von türkischem Mokka - Schritt für Schritt

Im Grunde genommen ist der Schlüssel zum Erfolg ein sich wiederholender Vorgang des Aufkochens. Tatsächlich haben wir es heute beim türkischen Mokka mit der ältesten Zubereitung von Kaffee zu tun. Heute steht für das Erhitzen eine Gasflamme oder Herdplatte zur Verfügung. Früher musste man sich mit einem Sandbett direkt auf einer Feuerstelle begnügen. Das garantierte ein langsames Aufkochen, was dem Aroma vom Kaffee zuträglich war.

  1. Zucker und Kaffee in die Kanne,
  2. Wasser aufgießen,
  3. langsam Erhitzen immer wieder umrühren,
  4. warten bis sich Zucker auflöst,
  5. Kaffee einmal aufkochen,
  6. es bildet sich Schaum an der Oberfläche,
  7. Kaffee-Kanne vom Herd nehmen,
  8. etwas Schaum in jede Tasse geben,
  9. Kaffee ein zweites Mal aufkochen und in die Tasse gießen,
  10. warten bis sich Pulver am Boden absetzt. 

Im Gegenzug zu den Kaffeevollautomaten und Kaffeemaschinen handelt es sich hierbei um eine drucklose Methode, Kaffee herzustellen.

Die Filtermethode - einfach nur Kaffee kochen

Heute brühen viele ihren Mokka und Kaffee durch einen Filter auf. Es ist Frau Bentz zu verdanken, die schlussendlich 1908 den Kaffeesatz ein für alle Mal leid war. Sie versuchte es zunächst mit Löschpapier und mit Töpfen mit Löchern. Dann brachte sie einen Filtersatz heraus, der ab sofort den Kaffeesatz aus der Tasse fernhielt.
Haben Sie eine Idee, wie Frau Bentz mit Vornamen hieß? Melitta. Eine Idee, die in den folgenden Jahren um die ganze Welt ging und die gesamte Kaffeewelt vollkommen revolutioniert hat. Dabei dauerte es bis 1936 bis die entscheidenden Entwicklungsschritte gemacht wurden, um genormte Filterkörper für jede Maschine herauszubringen, die wir heute als Filtertüten kennen.

Wie viel löslicher Kaffee pro Tasse?

Die meisten sträuben sich davor, Kaffee selbst zu kochen. Entweder ist er zu schwach oder viel zu stark. Dabei gibt es ganz einfache Orientierungshilfen. Pro Kaffeetasse gehören 7-9 g hinein. Vorausgesetzt: Es handelt sich um Kaffeetassen, die ein Fassungsvermögen von 125 ml mitbringen. Das ist nämlich die Standardgröße der meisten Tassen. Die Pötte oder die Kaffeebecher haben das doppelte Fassungsvermögen. Hier sollten Sie auch die Kaffeemenge anpassen. Dank der praktischen Filter wird nicht nur das Kaffeepulver aus der Kanne ferngehalten, sondern auch jegliche Form von Schwebteilchen. Je feiner und edler ein Filter ausfällt, desto mehr Aromen lässt er hindurch.

Wo wird türkischer Mokka nach ursprünglicher Rezeptur hergestellt?

Was Wenige wissen, gerade diese traditionelle Form der Zubereitung feiert mittlerweile in Griechenland eine echte Renaissance, sodass man hier elektronische Platten mit Sandbett herstellt, um endlich wieder originalen, griechischen Mokka zu zaubern. Macht man heute in Istanbul Urlaub, wird man türkischen Kaffee in vielen Kaffeehäusern wohl genauso serviert bekommen. Zum einen entscheiden sich Kaffeeliebhaber aus ästhetischen Gründen für die explizite Zubereitung im Sandbett und zum anderen aus nostalgischen. Einzig und allein die besonders schonende Art und Weise der Erhitzung des Wassers und des Kaffees garantiert eine perfekte Entfaltung der einzelnen Instanzen des Aromas.

Mocha - Mokka und Schokolade

Genießen Sie zum ersten Mal eine Tasse Kaffee bzw. türkischen Mokka, wird Sie das Aroma zunächst an Schokolade erinnern. Dabei ist in Mokka wirklich keine Schokolade enthalten. Schlussendlich erinnert die Kaffeebohne in der Tiefe an das Aroma der Schokolade.

Darüber hinaus setzte man gerade zur Zeit des Wirtschaftswunders in Deutschland auf den Mokkabegriff und brachte alles Süße und Cremige in Kombination mit Mokka, wie zum Beispiel die

I. Mokka Eiscreme oder
II. Mokka Schokolade. 

Heute folgen viele Kaffeehäuser innerhalb von Deutschland dem Vorbild aus den USA und stellen einen Mokka aus Kaffee mit Kakao und Schokolade her. Ein herrlich cremiges Topping bilden Sahne und Milch.

Wie schmeckt original türkischer Mokka?

Im Prinzip ist es der besonderen Zubereitungsart in dem Kännchen zu verdanken, dass sich ein ganz eigener Geschmack herausgebildet hat. Tatsächlich ähnelt der Mokka Kaffee einer sehr dickflüssigen und sirupähnlichen Konsistenz. Darüber hinaus wird er mit Kardamom, Zimt und Nelken versetzt, was dem Ganzen ein intensiver würziges Aroma verleiht.

Türkischer Mokka kaufen

Nicht nur online, auch in Feinkostgeschäften gibt es mittlerweile den beliebten türkischen Mokka, der mithilfe von originalen Zubereitungsgeräten und der Messing-Kanne hergestellt wird. Die Kanne sollte einen besonders langen Griff mitbringen. Andernfalls droht die Gefahr, sich die Hände zu verbrennen. Im Prinzip sollten zwei Teelöffel Kaffeepulver jeweils in eine Kanne wandern - gemeinsam mit einem Teelöffel Zucker. Das ist das perfekte Maß für eine Tasse und originalen türkischen Mokka.
Wer einmal in der Türkei Urlaub gemacht hat und Einblicke in die einzigartige Teekultur und Kaffeekultur genommen hat, wird auch Zuhause nicht mehr davon loskommen. Insbesondere die erstklassigen Mokka Bohnen und Mokka Kaffees geben Ihnen reichlich Gelegenheit, in der heimischen Atmosphäre die tiefsinnigen, würzigen Aromen zurückzuholen. Achtung: Die Zubereitung von Mokka aus Instant Kaffee gehört verboten und ist auch in der Türkei verpönt. Eine der Traditionsmarken in der Türkei ist Kurukahveci Mehmet Efendi. Sie wird dort auch als Premium Kaffeemarke bezeichnet.

Die Kultmarke für Mokka in der Türkei

Bis zum heutigen Tage ist der Gründer der Kaffeemarke noch auf jeder Packung abgebildet. Es handelt sich dabei um fertig gerösteten Kaffee, der mittlerweile seit 1871 angeboten wird. Damals kaufte man die Bohnen und röstete sie zuhause.
Tatsächlich war damals die Innovation des Röstens eine wirkliche Bereicherung, da gerade im Hinblick auf die Qualität der Bohnen, die Temperatur- und Zeitunterschiede zum Teil schreckliche Ergebnisse zu Tage brachten. Diese ursprüngliche Marke war eine der ersten, die das Vorrösten mitbrachte und bis zum heute in einem kleinen Laden in Istanbul angeboten wird. Extra fein gemahlen und intensiv im Geschmack schmeckt der Mokka der Traditionsmarke immer noch wie ein Stück türkische Geschichte.

Warum türkischer Mokka auf der ganzen Welt beliebt ist?

Im Prinzip schmeckt er süß und besonders kräftig. Tatsächlich mag der erste Schluck noch etwas ungewohnt sein, passt aber perfekt zum Dessert oder zu einem Abschluss eines Dinners. Wir raten Ihnen, den letzten Schluck Mokka niemals auszutrinken, da sich immer etwas Kaffeesatz in die Tasse einschleicht.
Besonders beliebt ist seit vielen Jahrhunderten die seidig weiche und verführerische süße Textur sowie die besonders feinen Schwebteilchen, die den Kaffee auf der ganzen Welt zu einer echten Delikatesse machen. Wie wäre es mit einem Tässchen Orient, der voller Aromen und Gewürze alle Sinne verzaubert?

Tags: Mokka
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